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Die Länder am Horn von Afrika

Die geografische Lage

Das Horn von Afrika bezeichnet den östlichsten Teil des afrikanischen Kontinents, der keilförmig in den Indischen Ozean ragt und an seiner Nordseite den Golf von Aden einschließt. Er ist durch eine jahrtausendealte kulturhistorische Entwicklung geprägt, die mit Äthiopien eines der ältesten Staatswesen für sich reklamiert. Seit der Antike profitierten die Länder am Horn von ihrer privilegierten geostrategischen Lage, die sie zum Zentrum der asiatisch-arabisch-afrikanischen Handelswege machte.

Zum Horn von Afrika gehören im engeren Sinne die Staaten Somalia, Äthiopien, Dschibuti und Eritrea. Oft werden der Sudan und seit 2011 nach der Unabhängigkeit auch die Republik Südsudan zum Horn von Afrika gezählt. Eritrea war bis zu seiner Unabhängigkeit 1993 eine Provinz Äthiopien. Alle diese Länder sind Vielvölkerstaaten, die sich aus einer großen Anzahl von zusammensetzen. Dennoch verbindet sie eine kulturelle Ähnlichkeit.

Äthiopien

ist das größte Land am Horn von Afrika. Dort leben rund 80 verschiedene Ethnien, mit jeweils eigenen Sprachen und eigener Kulturidentität. Die Menschen in Nordäthiopien z.B. und die ein Großteil der Menschen in Eritrea sprechen z.B. die gleiche Sprache, nämlich Tigrinna. Ebenso gibt es für nomadische Gruppen wie die Afar gibt es keine Landesgrenzen: Sie ziehen mit ihren Kamelen und Ziegen dorthin, wo Gras wächst und Wasser vorhanden ist, vornämlich im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Eritrea.

Clanstrukturen

Allen Ländern gemeinsam ist, dass sich ihre Bevölkerung stark mit ihrer jeweiligen Herkunftsgruppe, Ethnie oder ihrem Clan identifiziert. Familien- und Clanstrukturen bieten Sicherheit und die Grundlagen für eine Versorgung, die vom Staat nicht gewährleistet wird. Durch die Zerstörung der sozialen Netze in den Kriegen der Region werden diese verlässlichen Strukturen allerdings immer brüchiger. Schon geringfügige Unterschiede zwischen Gruppen und Clans geben Anlass zu Angriffen und Vergeltungsschlägen, die sich bisweilen über Jahre hinziehen, oder – wie in Somalia – durch die Herrschaft der Warlords (Kriegsherren) institutionalisiert werden.

Religionen

Die Religionszugehörigkeit gewinnt zunehmend an politischem Gewicht, da sich sowohl am Horn als auch in Ostafrika Islam und Christentum bzw. traditionelle Religionen auf engem Raum begegnen. Im Sudan und in Somalia bekennt sich die Mehrheit der Bevölkerung zum Islam. Äthiopien und Eritrea verfügen zwar nicht mehr über christliche Mehrheiten, im Selbstverständnis ihrer politischen Eliten beansprucht das Christentum allerdings weiterhin die Vorherrschaft.

Politik

Geopolitisch seit dem Mittelalter von Interesse, war das Horn in der Zeit des Ost-West-Konflikts Schauplatz politischer und militärischer Stellvertreterkriege. Vorwiegend durch Staatspatronage und Militärhilfe, teilweise auch durch personelle Unterstützung, suchten die Supermächte USA und Sowjetunion in den 1970er Jahren ihre Hegemonialansprüche durchzusetzen.
Wo zuvor koloniale Zugehörigkeiten auch politische Bindungen geknüpft hatten, mischten sich die Loyalitäten im Kalten Krieg neu.

Das Horn von Afrika ist die Region mit der weltweit größten Konfliktdichte. Nahezu jedes Land ist von einem Bürgerkrieg oder anderen innerstaatlichen Auseinandersetzungen betroffen. Mehrere Länder führen zwischenstaatliche Kriege, taten dies in der jüngsten Vergangenheit oder stehen kurz davor, wie Eritrea gegen Äthiopien und Tschad gegen Sudan. Zur Stabilisierung der eigenen Herrschaft unterstützen die Regimes der Region die bewaffnete Opposition in den Nachbarländern. Teilweise, wie im Falle Äthiopiens in Somalia, intervenieren sie auch selbst.

Ressourcen

Am Horn von Afrika herrscht eine ungleiche Verteilung von Ressourcen. Einerseits mangelt es an Rohstoffen, Weideflächen und Wasser, was immer wieder innerregionale Konflikte anheizt. Andererseits können vorhandene Ressourcen zum Fluch werden, wenn kleptokratische Eliten sich an ihnen bereichern, ohne die breite Bevölkerung daran zu beteiligen, wie es beispielsweise im Sudan der Fall ist.

Exportiert werden vorwiegend landwirtschaftliche Produkte wie Kaffee und Tee, die Viehexporte in die arabische Welt eine wichtige Einnahmequelle. In der gesamten Region profitieren vor allem die Länder mit Zugang zum Meer von ihren Häfen, die für die Versorgung des afrikanischen Inlands maßgeblich sind.

Quelle: https://www.bpb.de/izpb/7996/horn-von-afrika-und-ostafrika?p=all